SPD fordert Diskussion des Nahverkehrsplans

Die Städte und Gemeinden des Kreises Gütersloh waren aufgefordert, bis Mitte Mai ihre Stellungnahmen zum Entwurf des 4. Nahverkehrsplanes (NVP) abzugeben. In Herzebrock-Clarholz ist das bislang nicht erfolgt. Die SPD-Fraktion im Gemeinderat hat jetzt beantragt, dass die zuständigen Gremien des Rates sich umgehend mit dem NVP befassen und eine Stellungnahme dazu abgeben. Dem folgte der Rat in seiner letzten Sitzung am 5. Juli.

Der Kreis Gütersloh berät seit Anfang des Jahres den NVP in seinen Gremien. Ziel des Nahverkehrsplans und der darin enthaltenden Maßnahmen ist, den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im Kreis Gütersloh attraktiv zu gestalten, um noch mehr Bürgerinnen und Bürger für dessen Nutzung zu gewinnen. Zu den Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung gehört ein Ausbau des Fahrtenangebotes, die Verbesserung der Verknüpfung der Buslinien untereinander und mit dem schienengebundenen Personennahverkher (SPNV), die Barrierefreiheit und die Weiterentwicklung des Gemeinschaftstarifs sowie des dazugehörigen Vertriebssystems.

Aus Sicht der SPD soll diese Stellungnahme mindestens zwei Punkte beinhalten:

Der Planungsausschuss  der Gemeinde wurde am 3.5.2017 darüber informiert, dass im NVP geplant sei, die Linie 72 (Harsewinkel-Clarholz), die bisher bis zum Herzebrocker Bahnhof verlief in Clarholz enden zu lassen, und sie als RegioTaxi auszugestalten. Nach Ansicht der SPD enthält der NVP zum Thema RegioTaxi noch keine endgültige Festlegung sondern nennt optional die Möglichkeit dieser Ausgestaltung.

Deshalb soll der Rat der Gemeinde sich dafür einsetzen, zunächst die Variante RegioBus für mindestens drei Jahre weiter zu führen und erst dann bei nachweislich nicht gegebener Rentabilität die RegioTaxi-Variante zu ermöglichen.


Die  Linie 74 – (Pixel – Herzebrock – Clarholz) wird nur zu Schulzeiten bis Gütersloh geführt. Diese Linie soll laut SPD-Antrag mit den Linien 44 (Gütersloh ZOB – Pixel) und 79.1 (Wiedenbrück – Rheda – Pixel – Gütersloh ZOB) vertaktet werden. Damit hätten Fahrgäste die Möglichkeit, mit dem Bus außerhalb der Schulzeiten nach Gütersloh und zurück zu kommen.

Weiterhin wurde die Verwaltung aufgefordert, dem Kreis mitzuteilen, dass Herzebrock-Clarholz nachträglich noch eine Stellungnahme abgeben will.

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