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Vertretungen in der Kindertagespflege sind überfällig.

 

Kreis Gütersloh. Mütter und Väter, deren Kinder in der Kindertagespflege betreut werden, sehen sich vor große Probleme gestellt, ist die Tagesmutter/der –vater krank. Anders als in den Kitas gibt es keine verlässlichen Regelungen für Vertretungen. Die SPD-Kreistagsfraktion hat in der Fraktionssitzung am 13. Februar einen Antrag für ein verlässliches Vertretungssystem verabschiedet, der am 7. März im Jugendhilfeausschuss beraten wird.

„Wie ist es momentan denn? Wird die Tagesmutter krank, muss man sich selbst Abhilfe schaffen. Im besten Fall kann das Kind dann zu den Großeltern oder man kann selbst daheim bleiben. Letzteres wiederrum geht auch nur, wenn der Arbeitsgeber das mitmacht. Ansonsten geht der Urlaub dafür drauf.“, erläutert Jan Michael Goldberg, SPD-Sprecher im Jugendhilfeausschuss: „Ein Vertretungssystem wird Eltern bedeutend entlasten.“

Wird demnächst eine Tagesmutter oder ein Tagesvater krank, so soll in der Kindertagespflege auf Vertretungen zurückgegriffen werden, damit die Kinder dort weiter betreut werden können. „Wir wollen mehr Verlässlichkeit für Eltern und Entlastung für Tagesmütter und –väter“, so Ulrike Boden, Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses. Für die SPD ist die Kindertagespflege im Kreis Gütersloh ein wichtiger Beitrag zur Erreichung der Betreuungsquoten bei Kindern unter 3 Jahren. Zudem leistet sie durch größere Flexibilität einen Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Da es hier bisher im Gegensatz zu den Kitas keine verlässlichen Regelungen für Vertretungen gibt, soll ein Vertretungssystem aufgebaut werden. Dieses soll zunächst die Kommunen umfassen, für die das Kreisjugendamt zuständig ist. Das sind alle Kommunen außer Gütersloh, Rheda-Wiedenbrück und Verl mit jeweils eigenen Jugendämtern. „Wenn diese sich dem Vertretungssystem dann anschließen würden – umso besser!“, erklärt Goldberg weiter.