Seit 2010 sind es die Mitglieder der SPD-Fraktion, die sich vehement für die Reaktivierung der TWE einsetzen, weil diese Bahnstrecke, wie einst der „Haller Wilhelm“ ein wichtiges Leuchtturmprojekt in der Verkehrsentwicklungsplanung des Kreises darstellt

Was Sie schon immer über die TWE-Strecke wissen wollten !

Die SPD freut sich zusammen mit Bürgerinnen und Bürgern über die Reaktivierung der TWE-Strecke für den Personen-Nahverkehr.

Die SPD-Harsewinkel und die SPD-Kreistagsfraktion stellen fest, dass in der Bevölkerung noch viele Fragen im Zusammenhang mit dem Personentransport auf der TWE-Personenstrecke offen sind. Klaus Tönshoff, verkehrspolitischer Sprecher der Kreistagsfraktion,

Klaus Tönshoff, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion

erläutert den aktuellen Stand:

 

1. Wie hoch sind die Kosten der Reaktivierung der TWE?

Die Kosten werden aktuell auf 34,5 Millionen € beziffert. Darin enthalten sind u.a. die Sanierung der Gleise, die technische Aufrüstung der Sicherungs- und Signalanlagen.

 

2. Ab wann soll der Personenzug fahren?

Geplant ist folgende Zeitablaufschiene: 1. Beschluss des NRW-Verkehrsministeriums in 2020; danach die technische Aufbereitung der Strecke, die 2 Jahre dauern wird, so dass der Start des ersten Personenzugs auf der TWE-Strecke voraussichtlich 2023 erfolgen wird.

 

3. Wo wird es Haltestellen geben?

Auf dem Stadtgebiet in Harsewinkel wird es die Haltestellen Harsewinkel-Bahnhof und Marienfeld-Bahnhof geben, wie dies in früheren Zeiten auch der Fall war.

 

4. Wo hält der Zug, wenn er in Gütersloh eintreffen wird?

Zunächst Blankenhagen und dann wird der Personenzug direkt im Hauptbahnhof Gütersloh einfahren. Dort besteht die Möglichkeit der

Symbolfoto

Weiterfahrt mit den Fernzügen oder eine Weiterfahrt bis Verl.

 

5. Müssen Bahnübergänge geschlossen werden?

Auf der gesamten Strecke gibt es über 70 Bahnübergänge, von denen sicherlich nicht alle offen bleiben werden. Bahnübergänge an den wichtigen Straßen werden mit Signalanlagen und Bahnschranken gesichert. Die Stadt Harsewinkel ist bereits dabei, mit den Betreibern, den Anliegern und weiteren Behörden einen Plan zu entwerfen. Die Stadtverwaltung wird hier sicherlich zeitnah informieren.

 

6. Wie oft fährt der Zug?

Es ist geplant, dass der Zug stündlich fahren wird mit einer Reisegeschwindigkeit von max. 80 km/h.

 

7. Was kosten die Tickets?

Genauso viel wie mit dem Bus. Zur Zeit läuft im Kreis Gütersloh aber eine Initiative, die Ticketpreise erheblich zu senken.

 

8. Welche Einschränkungen sind im aktuellen Busverkehr zu erwarten?

Busse zwischen Harsewinkel und Gütersloh fahren halbstündlich. Dazu gehört der Schnellbus, der mit Inbetriebnahme des Bahnverkehrs wegfallen kann, da Parallel-Verkehre keinen Sinn machen und fördertechnisch nicht zulässig sind. Der Schnellbus wurde seinerzeit eingerichtet, weil Harsewinkel keinen aktiven Bahnanschluss mehr hatte, aber eine schnelle Verbindung nach Gütersloh haben sollte.

 

9. Wie sind Güter- und Personenverkehr zukünftig miteinander vereinbar?

Güter- und Personenverkehr werden in Zukunft gemeinsam auf der Strecke verkehren; dies ist seitens der Betreiber garantiert.

 

10.  Sind wir Anlieger entlang der Strecke vom Lärm des Zuges übermäßig betroffen?

Nein! Die Triebwagen der Personenzüge sind besonders leise. Anfangs werden noch Dieselfahrzeuge eingesetzt; es ist aber möglich, in Zukunft mit Batterie-E-Loks zu fahren oder alternative Antriebe wie etwa mit Wasserstoff zu verwenden.